Nationalpark Bayrischer Wald: Tag 3

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Auch in der Nacht hat es recht viel geschneit. Ich hoffte daher beim Aufstehen, das sich Das Wetter bald bessern würde. Nach einem guten Frühstück packte ich meine Sachen und ging zum Auto. Erfreut stellte ich fest, dass der Hotelier meinen Wagen bereits abgewischt hatte. So konnte es gleich losgehen.

 

Als ich fünf Minuten später den Parkplatz erreichte besserte sich das Wetter tatsächlich. Durch eine Lücke in den Wolken Sah ich die ersten Sonnenstrahlen seit Tagen. Ich lief eiligst zu Luchsgehege und hoffte, dass ich noch ein paar Fotos bei diesem tollen Licht machen konnte. Da die Luchse von der unteren Hütte nicht gut zu sehen waren, entschied ich mich nach oben zu gehen. Dort sah man einen Luchs sehr gut. Auch das Streiflicht war sehr schön. Doch mittlerweile hatte es schon wieder angefangen Leicht zu schneien. Nach ein paar Minuten war das mit der Sonne schon wieder vorbei. Dennoch konnte ich noch ein paar Bilder machen.

 

Da die Luchse ziemlich inaktiv waren, entschied sich ein anderer Fotograf zu den Uhus zu gehen. Ich blieb noch ein bisschen, da ich das Gehege nicht als besonders fotografierfreundlich eingestuft hatte. Plötzlich kam der Andere zurück und sagte, dass der eine Uhu sehr fotogen hocken würde. Ich dankte ihm, packte zusammen und ging auch zu den Uhus. 


Nach ein paar Bildern ging ich weiter zu den Wölfen. Leider zeigte sich die Sonne bisher nicht wieder.

Nach einiger Wartezeit kam plötzlich etwas Bewegung in die recht scheuen Tiere und ich konnte ein paar wenige Aufnahmen machen. Leider wurden sie heute nicht gefüttert. Deshalb war allgemein gesehen recht wenig los. Nach über einer halben Stunde, ohne einen Wolf auf Fotodistanz gesehen zu haben, wollte ich mein Glück bei den Wildkatzen auf die Probe stellen.

 

Dort angekommen zeigte sich die Sonne nochmals und es wurde ein bisschen wärmer. Voller Hoffnung baute ich meine Kamera auf. Da ich nicht genau wusste, wo die Tiere sich bevorzugt aufhalten würden, legte ich ausserdem die 60D mit dem Telezoom bereit, um für alle Fälle gerüstet zu sein.

Kurz darauf tauchte erstmals eine Habenmeise auf. Also konnte ich diesen schönen Vogel schon das zweite Mal diese Woche fotografieren. Im Augenwinkel erkannte ich plötzlich eine Bewegung. Die Wildkatze hatte die Meise offenbar auch bemerkt und versuchte nun sich anzuschleichen. Der flinke Vogel war natürlich schnell weg. Von der Flucht gelang mir noch eine kurze Serie, die ich dann an Computer zu einer Doppelbelichtung zusammenfügte.

Die Wildkatze holte sich unter einem Baumstamm ein Stück Fleisch hervor und begann das zu verspeisen. Netterweise tat sie das an einer super Stelle um sie dabei zu fotografieren. Schnell war die lange Wartezeit ohne Ergebnisse von gestern vergessen.

 

digitale Doppelbelichtung aus zwei Bildern
digitale Doppelbelichtung aus zwei Bildern

Nach dem sich die Wildkatze wieder in die Höhle zurückgezogen hatte, nahm ich die Abkürzung und ging direkt zu den Käuzen.

Der Sperlingskauz hatte es mir besonders angetan. Dieser etwa faustgrosse Vogel faszinierte mich, seit ich das erste Mal ein Foto von ihm gesehen habe. Leider war er gestern nicht zu sehen. Heute jedoch entdeckte ich ihn recht schnell. Leider aber an einer Stelle weit hinten in der Nähe des Gitters. Ich wartete eine Weile und beobachtete das Tier. Auf einmal flog er mir praktisch vor die Kamera. So konnte ich eine Portraitaufnahme machen. Noch einmal flog der Kautz auf und setzte sich wieder auf einen guten Ast etwas weiter weg. Dann flog er in eine der Höhlen in den Bäumen.

Ich stellte das Stativ um und hoffte, dass er, bevor er rausflog, den Kopf aus dem Loch strecken würde. Leider vergebens. Blitzschnell kam er aus der Höhle uns setzte sich auf einen Ast knapp zwei Meter von mir entfernt. Zwar eindeutig zu nahe um zu fotografieren, aber trotzdem war das einer der schönsten Momente der ganzen Woche. Ich hätte nie gedacht, dass ich diesem Tier, ohne einen Zaun dazwischen, jemals so nahe kommen könnte.

Auch bei den Habichtskäuzen konnte ich wieder ein Bild machen. Dieses mal sassen beide auf dem gleichen Ast.

Weiter ging es bei den Greifvögeln. Genauer gesagt beim Schreiadler. Das deutlich kleinere Männchen hatte sich recht nahe am Boden an eine interessante Stelle niedergelassen. So war es recht einfach ein paar Bilder zu machen.

 

Auch bei den Auerhühnern hatte ich wieder Glück. Dieses Mal war ich etwas früher da und deshalb waren die Tiere noch aktiver als Gestern. Sogar die Henne konnte ich portraitieren.

Auf einmal sah ich in der Voliere der Haselhühner, ein Rotkelchen sitzen. Vorsichtig stellte ich das Stativ etwas näher und hoffte, dass es nicht wegfliegen würde. Es blieb zum Glück sitzen und ich konnte ein paar tolle Bilder machen. Aber auf einmal war auch seine Geduld erschöpft und es flog weg. 

Mittlerweile schneite es wieder. Zudem war es sehr kalt geworden. Als sich bei den Auerhühnern und auch bei den Haselhühnern(die ich überhaupt nie zu Gesicht bekam) nichts mehr tat, merkte ich auf einmal wie müde ich war. Die Kälte, die langen Wege zwischen den Gehegen und das tragen der schweren Ausrüstung forderten ihren Tribut. Obwohl ich eigentlich gerne noch mal zu den Luchsen hochgegangen wäre, entschied ich mich, ins Hotel zu fahren und mich etwas zu erholen. Schliesslich hatte ich ja noch zwei Tage Zeit bis zur Abreise. Zudem sollte das Wetter morgen besser sein und ich hoffte auf eine andere Stimmung auf den Bildern.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Gerard Autry (Freitag, 03 Februar 2017 02:40)


    Hello just wanted to give you a brief heads up and let you know a few of the pictures aren't loading properly. I'm not sure why but I think its a linking issue. I've tried it in two different internet browsers and both show the same outcome.

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