Auf und ab

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen dieses Jahr mehr Blogeinträge zu schreiben und meine Webseite etwas zu überarbeiten. Jetzt ist schon wieder Anfang März und noch nichts von beidem konnte ich umsetzen. Die letzten zwei Monate habe ich stattdessen damit verbracht, liegen gebliebene Arbeiten zu erledigen. So habe ich zum Beispiel alle Bilder vom letzten Jahr fertig sortiert und bearbeitet. Dabei habe ich sehr viele gefunden, die ich noch niemandem gezeigt habe, was ich unbedingt noch nachhohlen will. Mit diesem Blog mache ich den Anfang und hoffe, dass ich in Zukunft mehr Zeit finde meine Bilder und Erlebnisse mit euch zu teilen.

 

Anfang Dezember war ich im Neuenburger Jura unterwegs. Diese Tour habe ich noch gut in Erinnerung, denn sie war in zweierlei Hinsicht ein einziges Auf und Ab. Zuerst aus körperlicher Sicht, denn irgendwann hörte ich auf zu zählen wie oft ich die gleiche Strecke hinauf und hinunter gegangen bin, immer auf der Suche nach einen Motiv und einer Lücke im Nebel. Auch aus emotionaler Sicht ging es nicht anders. Beim Sonnenuntergang am ersten Tag machten mir die vielen Kondensstreifen der Flugzeuge einen dicken Strich durch die Rechnung. Auch die Steinböcke zogen es vor, im Tal unten zu bleiben. Das war mir zu diesem Zeitpunkt noch egal. Nach einer kühlen Nacht im Auto hoffte ich am nächsten Morgen auf ein grandioses Nebelmeer. Jedoch war dieses dann wie so oft ein wenig höher als vorhergesagt und ich stand mitten in der grauen Suppe. Den ganzen Tag verbrachte ich im Nebel. Zwischendurch fotografierte ich ein paar Buchen die bei diesen Verhältnissen sehr geisterhaft wirkten. Zwar nicht ganz dass was ich eigentlich wollte, aber trotzdem sehr schön.

Irgendwann beschloss ich, noch bis zum Abend in dem Gebiet zu bleiben. Der Sonnenuntergang rückte immer näher und so langsam gab ich die Hoffnung auf, dass der Nebel doch noch sinken würde. Ein letztes Mal lief ich hoch zum höchsten Punkt und wartete.

Auf einmal begann sich der Nebel um mich herum leicht orange einzufärben. Ich rannte so schnell wie möglich in Richtung der Sonne zu einer Baumgruppe, die ich von einer vorherigen Tour kannte. Dort erwartete mich ein wunderbares Spektakel. Der Raureif der sich den ganzen Tag auf den Bäumen bildete, leuchtete, vom letzten Licht angestrahlt, in den schönsten Farben. Nach dem grau des Nebels fühlte sich das wie das wohl schönste Feuerwerk an. Einfach unglaublich, was Mutter Natur zaubern kann, wenn man einfach lange genug Geduld hat.


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