Es kriecht

Schlangen, wohl nicht gerade die beliebtesten Tiere auf diesem Planeten. Viele von euch werden zu diesen Tieren eher eine abneigende Haltung oder sogar Angst haben. Mich aber faszinieren sie schon seit meiner Schulzeit, als ich das erste Mal eine Kornnatter halten konnte. Damals war ich überrascht wie sich diese anfühlte, glatt und trocken, nicht wie erwartet glitschig. Lange Zeit wollte ich sogar selber eine halten, meine Eltern waren aber nicht sehr erfreut darüber. So liess ich es dann sein.

 

Schon oft war ich in der Natur auf der Suche nach den äusserst scheuen Tieren, gefunden habe ich aber noch nie eine. Deshalb freute ich mich im letzten Spätsommer die Gelegenheit hatte einen Biologen vom karch auf einem Streifzug zu begleiten. Nach langer Suche in dem steilen Hang fanden wir, oder besser gesagt, er fand eine schwarze Aspisviper, welche dort recht häufig vorkommt. Nur kurze Zeit später fand er schon wieder eine, dieses Mal eine seltenere, wunderschön grau-schwarz gefärbte. Aspisvipern kommen in vielen verschiedenen Farbwarianten vor. Es gibt regional sehr grosse Unterschiede, deshalb sind die Tiere nur sehr schwer zu bestimmen.  Insgesamt fand er an diesem Tag drei Aspisvipern, welche ich alle fotografieren konnte. Natürlich immer mit dem nötigen Abstand, denn die Tiere sind zwar nicht sehr giftig, aber ein Biss wäre sehr schmerzhaft. Zudem sind die Schlangen blitzschnell. Ich war froh, dass ich nicht alleine unterwegs war und bei Gefahr immer gewarnt wurde. 

 


Im Herbst lief ich dann völlig unerwartet einer sehr kleinen Kreuzotter über den Weg. Sie lag mitten auf dem Wanderweg und genoss wohl die warme Nachmittagssonne. Ich ging ein wenig zurück und holte meine Kamera aus dem Rucksack. Mittlerweile hatten noch andere Wanderer das Tier entdeckt. Die Schlange lies sich davon nicht beeindrucken und lag noch an der selben Stelle. Als ich mich jedoch auf den Boden legte, kroch sie dann unter einen Felsen am Wegrand, wo ich sie dann in Ruhe lies. So kam ich zu dieser einen Aufnahme mit dem Makroobjektiv. 

Da Schlangen unter strengem Naturschutz stehen werde ich keinerlei Informationen über die jeweiligen Fundstellen preisgeben. Ich bin der Meinung, dass die Tiere nicht unnötig gestört werden sollten. Wer sich jedoch gerne mal eine Schlange in freier Wildbahn ansehen will, dem empfehle ich die Kotaktaufnahme mit dem karch. Dort findet man die richtigen Leute mit der nötigen Erfahrung.

 

Schreibt doch in die Kommentare, wenn ihr auch schon eine Begegnung mit einer Schlange in freier Wildbahn hattest. Sei das hier in der Schweiz oder im Ausland. Ich freue mich auf eure Geschichten.

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