Jahresrückblick 2017 (Juli bis September)

In den Sommermonaten bin ich oft in die Berge gefahren. Dabei konnte ich ein paar tolle Stimmungen festhalten. Da ich dieses Jahr vermehrt bei "schlechtem" Wetter unterwegs war, bin ich ein paar Mal auch ohne Bilder nach Hause gekommen. Aber meistens war die Stimmung genau dann am spannendsten, wenn ich eigentlich nicht mehr damit gerechnet hätte.

Ende Juli verbrachte ich ein paar freie Tage in der Region um den Grimselpass. Bei meiner Ankunft zwei Tage zuvor musste ich über zwei Stunden im Auto ausharren, bis das Gewitter über mich weggezogen war. Anschliessend konnte ich einen wunderschönen Regenbogen und eine wirklich tolle Abendstimmung erleben. Am Tag darauf lief es dann gar nicht gut. Am Morgen hatte es zu wenig Wolken und am Abend dann zu viele. Eigentlich hatte ich nach dem anstrengenden Tag keine Lust mehr und wollte nach Hause fahren. Doch als ich spät Abends endlich beim Auto war, kam die Müdigkeit und ich entschied mich doch noch eine Nacht zu bleiben. Das hat sich dann auch mehr als gelohnt. Eine letzte, immer schwächer werdende Gewitterzelle zog genau bei Sonnenaufgang über mich hinweg und ich hatte für ein paar Minuten echt tolles Licht. Den Abstieg legte ich dann im Regen zurück.


Eine der anstrengendsten Touren im letzten  Jahr führte mich hoch über den Rhonegletscher. Als wir den Gipfel erreichten, glaubten wir nicht an eine schöne Abendstimmung. Die Wolken hatten sich in Dunst aufgelöst und der Sonnenuntergang selbst verlief wenig spektakulär. Doch schon wenige Minuten später zeichneten sich im Himmel die ersten Strahlen ab, welche immer intensiver zu leuchten begannen. Die Strahlen entstanden durch Berggipfel unter dem Horizont, die den Lichtweg der bereits untergegangenen Sonne blockieren und so Schatten auf den dunstigen Himmel werfen. Ein eindrückliches Phänomen, welches ich an diesem Abend das erste Mal beobachten konnte.


Schon lange wollte ich ein solches Bild an diesem Ort im Emmental machen. Doch etliche Male, bei eigentlich perfekten Vorhersagen, stand ich auf dem Aussichtsturm und ging ohne mein Regenbogenbild nach Hause. An diesem Abend im September wollte ich eigentlich nur den Sonnenuntergang fotografieren. Kaum hatte ich die 200 Treppenstufen hinter mich gebracht, sah ich in der Entfernung die ersten Regenfahnen. Nach einem Blick auf den Niederschlagsradar dachte ich die Niederschläge würden an mir vorbeiziehen. Auf einmal begann es dann doch zu Regnen und nur wenige Augenblicke später kam die Sonne durch und bescherte mir einen riesigen Regenbogen. Leider war das Dach des Turms dann im Weg, so das ich keine Möglichkeit hatte, den ganzen Regenbogen auf ein Bild zu kriegen. Es war trotzdem ein wunderschöner Abend.

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